Wir sind die Guten
Die Guten erkennt man daran, dass sie genau wissen, wer die Schlechten sind. Vom moralischen Hochsitz aus ist die Sicht schliesslich ausgezeichnet.
Kritisch. Klar. Koffeingestützt.
Die Guten erkennt man daran, dass sie genau wissen, wer die Schlechten sind. Vom moralischen Hochsitz aus ist die Sicht schliesslich ausgezeichnet.
Feminismus, der Frauen als hilflose Wesen behandelt, ist kein Feminismus. Es wird Zeit, dass wir aufhören, auf Rettung zu warten — und anfangen, uns selbst zu retten.
Er ist weiss, männlich und älter. Drei unverzeihliche Eigenschaften auf einmal. Ein Wunder, dass er überhaupt noch ohne Sonderbewilligung Kaffee trinken darf.
Wer immer nett ist, hinterlässt außer einem lauwarmen Händedruck keine weiteren Spuren. Schwierig sein hingegen? Das hat Zukunft.
Moral ist das neue Statussymbol. Früher zeigte man sein Auto. Heute seine Haltung.
Die neuen Widerstandskämpfer (vor allem gegen AFD und rechts) kämpfen gegen Unterdrückung. Vorzugsweise samstags, mit Thermoskanne, und danach gibt's Brunch. Sophie Scholl dreht sich im Grab. Ich auch ein bisschen.
Wir verbringen unser Leben damit, die Welt zu retten — meistens lautstark und im Internet. Dabei wird der Kaffee kalt, der Sonnenuntergang verpasst und das eigene Glück auf später verschoben.
Über Sternchen, Sprachpolizei und die Frage, warum eine Debatte über Wörter mehr Energie bekommt als die meisten echten Probleme zusammen.
Wer nie über sich selbst lacht, endet erstaunlich oft als Richter über alle anderen. Eine kleine Abrechnung mit Selbstmitleid, Perfektionismus und dem Ernst des Lebens.
Wer Freiheit wirklich liebt, sollte sie verbieten. Man kann schliesslich nie wissen, was die Leute sonst damit anstellen.